Das Festspielhaus Baden-Baden lud am 12. Mai zum Musik-Erlebnis-MitmachMal-Konzert „Mir geht’s heute bunt – und Dir?“. Für 13 Kinder des BadenBadener Kinderhauses Eulenspiegel verwandelte sich die Kinderkunstwerkstatt
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des Museums Frieder Burda in einen farbenfrohen Erlebnisraum für kleine Entdeckerinnen und Entdecker.
Gemeinsam mit den SWR-Musikvermittlerinnen Jasmin Bachmann und Carolina Nees erlebten die Kinder ein moderiertes Konzert zum Mitmachen, bei dem Musik und Gefühle im Mittelpunkt standen. Inspiriert von den Klängen von Klavier) und Oboe brachten die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Anschluss ihre Emotionen mit Pinsel und Fare aufs Papier. Mit der Veranstaltung beteiligte sich das Festspielhaus an dem zweijährlich stattfindenden Kinder-Kunst-Tag der element-i Stiftung und zeigte eindrucksvoll, wie schon die Jüngsten Musik und Kunst kreativ verbinden können.
Kleine Bildhauerinnen und Bildhauer auf den Spuren von Bohnet und Baum
In der Städtische Galerie Böblingen steht beim Kinder-Kunst-Tag das eigene Entdecken und Ausprobieren im Mittelpunkt. Junge Besucherinnen und Besucher erhalten dabei die Möglichkeit, Kunst nicht nur anzuschauen, sondern selbst aktiv zu erleben und kreativ umzusetzen.
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Zu Beginn führt ein altersgerechter Rundgang durch die aktuelle Ausstellung mit Arbeiten der Bildhauer Hans Dieter Bohnet und Otto Baum. Gemeinsam betrachten die Kinder ausgewählte Werke und erfahren auf verständliche Weise, womit sich der Künstler beschäftigt hat.
Nach der Führung werden die Kinder selbst kreativ. Zunächst suchen sie sich ein Werk aus der Ausstellung aus, das sie besonders anspricht, und fertigen dazu eine eigene Zeichnung an. Anschließend entsteht daraus ein plastisches Objekt: Mit Modelliermasse oder lufttrocknendem Ton formen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre eigenen Figuren und Skulpturen – inspiriert von den ausgestellten Arbeiten, aber mit viel Raum für individuelle Gestaltung.
Der praktische Umgang mit den Materialien fördert nicht nur Fantasie und Kreativität, sondern stärkt auch motorische Fähigkeiten sowie das räumliche Vorstellungsvermögen. Gleichzeitig erfahren die Kinder Schritt für Schritt, wie aus einer ersten Skizze ein eigenes dreidimensionales Kunstwerk entwickelt werden kann.
Der Kinder-Kunst-Tag verbindet damit kreative Praxis und Kunstvermittlung auf anschauliche Weise und eröffnet jungen Besucherinnen und Besuchern einen lebendigen Zugang zur Welt der Skulptur.
Ein Gebäck, durch das drei Mal die Sonne scheint
Im Brezelmuseum in Erdmannhausen erfuhren neun Kindern aus der Beethoven Kita in Benningen in zwei Stunden alles über die Entstehung der Brezel – ein Gebäck, durch das drei Mal die Sonne scheint. Absolutes Highlight: Sonja Hart vom Museum backte mit den Kindern eigene Brezeln. Das heißt: Zutaten vermischen, ordentlich kneten und in Form schlingen.
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Um die Brezel ranken sich viele Geschichten, erzählte Sonja Hart. Einer Sage nach hat die wundersame Form der Brezel dem zum Tode verurteilten schwäbischen Hofbäcker Frieder das Leben gerettet. Er sollte für seinen Dienstherrn ein Brot backen, durch das „die Sonne drei Mal scheint“. Dann werde das Todesurteil aufgehoben. Frieder backte eine Brezel und wurde freigesprochen.
So war’s früher
Im FilderStadtMuseum reiste eine zwölfköpfige Kindergruppe aus dem element-i Kinderhaus Bärcheninsel in die Vergangenheit. Museumsleiterin Romy Heyner nahm die Kinder mit in den historischen Kaufladen des Museums.
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Dort suchten sie gemeinsam die Zutaten für einen Keksteig zusammen – Eier, Mehl, Zucker und mehr. Dabei fiel auf: Vieles war unverpackt, Plastik gab es nicht, und auch eine strombetriebene Kasse fehlte. Anschließend ging es in eine alte Küche, wo die Kinder ein metallisches Rührgerät, eine schwere keramische Schüssel und einen großen Herd bestaunten. Zum Abschluss bemalten und verzierten sie vorbereitete „Kekse“ aus Salzteig und formten eigene kleine Kunstwerke.
Erdbeeren in Szene gesetzt
Künstlerisch wurde es in der Kunstschule Filderstadt. Kerstin Ganser und Ursula Knödler arbeiteten dort mit 16 Kindern aus dem element-i Kinderhaus Bengelbande in Stuttgart und der Katholischen Kindertageseinrichtung St. Stephanus in Filderstadt-Bernhausen.
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Im Mittelpunkt standen Erdbeeren, die zunächst genau betrachtet und anschließend kreativ umgesetzt wurden. Einige Kinder malten rote Flächen mit kleinen gelben Punkten und zeigten damit den Blick auf die Erdbeeroberfläche aus nächster Nähe. Andere gestalteten viele kleine Erdbeeren, eine besonders große Frucht oder experimentierten mit Farbe und Walze. Eine Erzieherin freute sich besonders darüber, dass auch Kinder, die das Atelier in der Kita sonst eher meiden, mit großer Begeisterung dabei waren.
Wie Klänge wirken
In der Musikschule Filderstadt begrüßte Marie Weisser, Fachbereichsleitung für Elementare Musikpädagogik, 15 Kinder aus dem Kindergarten Mahlestraße.
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Im Musik- und Bewegungsraum startete die Gruppe mit einem Begrüßungslied, das die Kinder begeistert mitsangen – mal laut, mal leise, mal nur noch geflüstert. Mit Metallophon, Fingerspielen, Liedern und Bewegung erfuhren die Kinder, wie unterschiedlich Klänge wirken können.
Besonders eindrücklich war für sie, dass ein Metallophon lange nachklingt, während ein hölzernes Xylophon ganz anders klingt. „Ich krieg’ einen Ohrwurm“, stellte ein Kind lachend fest.
Rabe Socke feiert Geburtstag
Auch in der Stadtbibliothek Filderstadt gab es viel zu entdecken. Dort empfingen Vanessa Hüttelmeyer, zuständig für den Kleinkindbereich, und die ehrenamtliche Vorlesepatin Margarete Günther eine Kindergruppe aus dem Kindergarten Eckstein in Filderstadt-Plattenhardt.
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Gemeinsam feierten sie den Geburtstag des kleinen Raben Socke. Eine Raben-Handpuppe brachte die Kinder zum Staunen, später konnten sie Raben-Bilder und Socken ausmalen oder mit kleinen programmierbaren Roboter-Bienen erste technische Erfahrungen sammeln. Für einige Kinder war es der erste Besuch in der Stadtbibliothek. Ihr Fazit fiel eindeutig aus: „Es ist toll hier.“
Die Farben im Blumenstrauß von Otto Dix. Im Zeppelin Museum Friedrichshafen begaben sich die Kinder auf einen spannenden Rundgang durch die Kunstabteilung. Gemeinsam entdeckten sie
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viele besondere Motive und Farben: einen leuchtenden Regenbogen, bunte Herbstblätter, die idyllische Meersburg und den stürmischen Bodensee. Dabei lernten sie, wie Künstlerinnen und Künstler mit Farben Stimmungen und Gefühle ausdrücken können. Besonders aufmerksam betrachteten die Kinder den „Blumenstrauß“ von Otto Dix. Jede*r durfte sich eine Lieblingsfarbe aus dem Bild aussuchen. Mit bunten Stofftüchern wurden anschließend gemeinsam die verschiedenen Blumenfarben gesammelt und im Raum sichtbar gemacht. So konnten die Kinder die Farben nicht nur sehen, sondern auch spielerisch erleben und entdecken. Im Anschluss wurden alle selbst kreativ: Mit Pinsel und Farbe gestalteten die Kinder ihre eigenen Blumenbilder und ließen dabei ihrer Fantasie freien Lauf. Es entstanden viele farbenfrohe Kunstwerke, die zeigten, wie unterschiedlich Blumen und Farben wirken können.
Was ist eigentlich ein Stillleben? Und warum können Obst,Blumen, Fische oder Kakteen auf einem Bild so spannend sein?
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Diesen Fragen gingen zehn Kinder aus dem element-i Kinderhaus Sterngucker beim Kinder-Kunst-Tag der element-i Bildungsstiftung im Kunstmuseum Karlsruhe nach. Unter dem Titel „Rumgepurzelt und stillgestanden – Kreatives Stillleben“ erlebten die fünf- bis sechsjährigen Kinder einen Workshop, der Kunstbetrachtung und eigenes Gestalten miteinander verband.
Nach der herzlichen Begrüßung im Kunstmuseum führte der Weg die Kinder zunächst nach oben – vorbei an vielen interessanten Bildern und Objekten. In einer Galerie betrachteten sie gemeinsam verschiedene Gemälde und Fotografien. Dabei fiel den Kindern nicht nur auf, was auf den Bildern zu sehen war, sondern auch, wie unterschiedlich die Werke gerahmt waren. Ob Ölbild oder Fotografie, schlichter oder auffälliger Rahmen: Es gab viel zu entdecken und zu besprechen.
Gemeinsam mit der Workshopleitung klärten die Kinder den Begriff des Stilllebens und betrachteten Bilder mit ganz unterschiedlichen Motiven: Obst wie Bananen und Orangen, Kakteen, Fische, Blumen oder auch das Atelier eines Künstlers. Die Kinder beschrieben aufmerksam, was sie sahen, teilten eigene Eindrücke und brachten sogar schon Fachwissen aus dem Bereich Kunst ein. Zum Abschluss der Bildbetrachtung wurde auch ein Lieblingsrahmen gewählt.
Danach ging es in den Kunstbereich für Kinder. Dort konnten die jungen Besucher:innen selbst kreativ werden: Sie betrachteten Obst genau und gestalteten daraus eigene Stillleben. Als die Werke fertig waren, präsentierten die Kinder ihre Bilder stolz der Gruppe.
In Kornwestheim öffnete die Musikschule Odeum am 12.05. ihre Tür. Sprecherzieherin Dorothea Karagiorgos erzählte, sang und spielte das Märchen von
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den drei kleinen Schweinchen und die Kinder machten mit! So entdeckte ein Kind im Märchenwald Schneewittchen beim Knusperhäuschen, andere übten mit dem Schweinchen Pfeifen, wieder andere übernahmen spontan die Erzählerrolle oder brüllten zusammen mit dem Wolf. Dem bauten die Kinder zum Abschluss noch ein Häuschen aus Stroh, Holz , Ästen und Steinen mit Garten, Terrasse, Speisekammer und einer Fluchtkammer. Die Kinder zeigten, dass sie sehr gerne in die Märchenzeit reisten, zusammen mit der Erzählerin, dem Wolf im Märchenkoffer und viel Fantasie.
Collagen wie die alten Meister
Mit unterschiedlichen Materialien wie Wolle, Papiere, Stoffe, Spitzen und verschiedenen Fotos gestalten die Kinder und Erzieherinnen der Kita Lessingstraße, die eigens dafür aus Stuttgart anreisten, ihre eigene Collage.
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Gemeinsam mit Monika Schreiber von der Galerie Wendelinskapelle wird im Obergeschoss der Galerie ein Thema erarbeitet und die Kinder suchen die passenden Materialien dazu aus. Das Ausgesuchte wird dann zu einem Gesamtkunstwerk zusammengefügt. Die Kinder dürfen ihr Kunstwerk hinterher selbstverständlich mit nach Hause nehmen. Zum Abschluss ging es, trotz des frischen Wetters, den Ausflug bei einem leckeren Eis ausklingen lassen.
Bei der Aktion „Immer dem Mond nach …“ im Tobias Mayer Museum in Marbach drehte sich alles um den geheimnisvollen Begleiter der Erde: den Mond – und Tobias Mayer, einen Wissenschaftler durch und durch, der u. a. den ersten Mondglobus zeichnete.
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Für die Kinder der Mondgruppe des Kindergartens Pusteblume wurde der Vormittag am Kinder-Kunst-Tag zu einer spannenden Reise zum Mond und zurück. Warum sieht der eigentlich jeden Tag anders aus? Wieso ist er manchmal rund wie ein Ball und manchmal nur eine schmale Sichel? Und verschwindet er wirklich einfach so? Und wo kommen die Flecken her?
Mit Experimenten, Beobachtungen und kleinen Aha-Momenten fanden die jungen Besucherinnen und Besucher die Antworten selbst heraus. Besonders aufregend war der Versuch mit einer Lampe und dem Mondglobus: Plötzlich wurde klar, dass der Mond seine Form gar nicht verändert – sondern dass wir immer nur unterschiedlich beleuchtete Teile sehen. „Wie eine Banane!“, rief ein Kind begeistert beim Sichelmond. Auch das Kreieren eigener Mondkrater mit Kugeln im Sand machte den Kindern großen Spaß. Zum Abschluss wurde noch ein Mondmobilee gebastelt und die Kinder konnten die Mondphasen am Bügel mitnehmen.
Eines ist sicher: Nach diesem Tag blicken die Kinder mit ganz anderen Augen zum Himmel – und folgten dem Mond vielleicht noch ein kleines Stück weiter, auf den Karten von Tobias Mayer. Herzlichen Dank dem engagierten Team von Sabine, Rainer, Heidi, Michael und Verena sowie den Kindern und Erzieherinnen der Mondgruppe für die kleine Exkursion zum Mond und zurück.
Am „Kinder-Kunst-Tag“ durften wir mit unserer Kindergartengruppe zu Gast bei Gerhards Marionettentheater in Schwäbisch Hall sein. Ein großes Dankeschön an die „element-i Bildungsstiftung“, die diese tolle Veranstaltung gemeinsam mit dem großartigen Team des Theaters organisiert hat!
Vom ersten Moment an
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haben wir uns rundum wohlgefühlt. Das Team des Marionettentheaters hat die Kinder mit viel Geduld und Herzlichkeit abgeholt. Die Theorie – wie ein Theaterstück entsteht und welche Geschichte dahintersteckt – wurde total spielerisch und verständlich vermittelt. Besonders spannend war für die Kleinen der Blick hinter die Kulissen.
Die Kinder durften danach selbst aktiv werden: Sie haben eigene Taschen bemalt und durften die echten Marionetten ausprobieren. Als absolutes Highlight zum Schluss wartete eine riesige Überraschung: Eine Murmelbahn zog sich durch den ganzen Theaterraum, und jedes Kind bekam stolz eine Medaille und einen Luftballon überreicht.
Ein riesiges Lob an alle Beteiligten für diesen pädagogisch wertvollen, kreativen und wunderschönen Ausflug! Wir kommen definitiv wieder.
Ev. Kindergarten Reifenhof
Bühne frei!
Am 12. Mai 2026 öffnete das Forum Theater im Forum 3 in Stuttgart seine Türen für den 9. Kinder-Kunst-Tag. Zwei Kindergartengruppen aus Leinfelden-Echterdingen und Sindelfingen machten sich auf den Weg, um Theater einmal ganz aus der Nähe zu erleben – die Gruppe aus Sindelfingen startete dafür sogar schon um 7.30 Uhr.
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Nach der Begrüßung im Foyer stellten Chris, Susi sowie Markus und Markus vom Theater und Forum 3 den Kindern das Haus und ihre Arbeit vor. Anschließend ging es gemeinsam auf Entdeckungstour: Trotz laufender Sanierung durften die Kinder einen kurzen Blick auf die Baustelle der Garderobe werfen, bevor sie den Theatersaal erkundeten. Dort sorgten Licht aus, Ton an und eine kleine vorbereitete Lichtshow für staunende Gesichter.
Danach hieß es: Bühne frei! Die Kinder durften die Bühne, Nebenräume, Requisiten, den Fundus sowie Maske und Umkleide entdecken. Besonders spannend waren die Geschichten rund um Gastspieler:innen, die sich jedes Jahr an einer Wand verewigen, und um Puppen aus dem Fundus, denen Mitarbeiter:innen-Kinder Namen geben.
In kleineren Gruppen ging es anschließend spielerisch weiter. Auf der Bühne wurde pantomimisch Roller und Fahrrad gefahren, Kinder verwandelten sich in Tiere und aus Kartoffeln wurden Pommes. Zum Abschluss kamen alle wieder im Foyer zusammen. Als Dankeschön überreichte die Kita aus Sindelfingen ein liebevoll selbst gebasteltes kleines Theater aus Karton.
Nach einem gemeinsamen Gruppenfoto machten sich die Kinder glücklich und voller neuer Eindrücke auf den Heimweg. Dem Forum Theater ist die Teilnahme am Kinder-Kunst-Tag besonders wichtig: Kinder früh an Theater heranzuführen, bedeutet auch, die nächste Generation für analoge Kulturorte zu begeistern – gerade in einer zunehmend digitalen Welt. Dass bereits rund ein Drittel der Kinder schon einmal im Theater war, freute den Theaterleiter besonders.
Erinnerungen an Afghanistan
Auch im Linden-Museum wurde Kultur kindgerecht erfahrbar. Neun Kinder zwischen vier und fünf Jahren aus dem element-i Kinderhaus Steppkes nahmen dort an der Führung „Halima und das Tagebuch ihrer Großmutter“ teil. Gemeinsam folgten sie
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den Spuren von Halimas Großmutter anhand des liebevoll gestalteten Tagebuchs mit Skizzen, Landkarten und handschriftlichen Einträgen. Im alten Koffer der Großmutter fanden die Kinder Dinge zum Anfassen und Ausprobieren – darunter eine Kachel, klimpernde Armreifen und Kappen. Durch szenisches Erzählen, Bewegung, Fantasie und Klänge blieb die Führung für die Kinder lebendig und greifbar.
Im Staatstheater Stuttgart öffnete sich für 25 Kinder aus den element-i Kinderhäusern Neckarsterne und Bengelbande eine Welt, die sonst verborgen bleibt.
Zuerst durften sie selbst in Rollen schlüpfen: Sie suchten
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Kostüme aus, wurden geschminkt und verwandelten sich in Prinzessinnen, Ritter, Regenbögen und Fantasiegestalten. Doch der eigentliche Zauber begann danach – in den Werkstätten, dort, wo Menschen mit ihren Händen, ihrem Können und ihrer Geduld all das entstehen lassen, was später auf der Bühne glänzt.
Christoph Kolossa führte die Kinder durch Räume voller Stoffballen, Perlen, Federn, Schuhe und Kostümstangen – und immer wieder wurde deutlich: Hinter jedem Detail steckt ein Beruf. Da sitzt jemand und bestickt eine Corsage von Hand mit Blumen. Da fertigt jemand Kopfbedeckungen, von der Federkrone bis zur Gugel. Und da entstehen Tanzschuhe, Clownsschuhe und vieles mehr. Für die Kinder war es spürbar neu und beeindruckend zu sehen, dass Theater nicht einfach „da“ ist, sondern von vielen Menschen gemacht wird.
Besonders hängen blieb die Frage, worauf die Modistinnen bei Kopfbedeckungen immer achten müssen: „Dass die Ohren nicht bedeckt sind!“ Denn Sänger:innen müssen sich auf der Bühne gut hören können. Auch bei den Schuhen wurde es anschaulich: „Was darf eine Königin auf der Bühne natürlich niemals tragen?“ – „Turnschuhe!“ Sonst wäre die Illusion dahin. Die Kinder hörten mucksmäuschenstill zu, schauten genau hin und nahmen jedes Detail auf.
Am Ende fragte Christoph Kolossa vom Staatstheater: „Wollt ihr sonst noch etwas wissen?“ Die Antwort kam sofort und einhellig: „Jaaaa!“ Und als er nachhakte: „Was wollt ihr denn noch wissen?“, war es kurz still. Dann meldete sich ein Junge und sagte nur: „Alles!“
Genau dieses „Alles“ fasst diesen Vormittag vielleicht am schönsten zusammen. Die Kinder hatten nicht nur hinter die Kulissen geschaut – sie hatten entdeckt, wie viele Hände, Ideen und Berufe nötig sind, damit auf der Bühne ein Traum entstehen kann.
Fotografieren vor hundert Jahren
In der Weissenhofwerkstatt im Haus Mies van der Rohe stand das „Experiment Fotografie“ im Mittelpunkt. Bei einem kindgerechten Rundgang
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durch die Ausstellung „Dr. Otto Lossen – Der Fotograf der Weissenhofsiedlung 1927“ erfuhren die Kinder, wie vor fast 100 Jahren fotografiert wurde und warum die Bilder der Weissenhofsiedlung bis heute prägend sind. Anschließend sammelten die Kinder draußen Blätter und andere Materialien und gestalteten eigene Bilder. Der Workshop rund um die Cyanotypie verband kreatives Arbeiten mit spielerischem Entdecken von Licht, Schatten und Formen.