Kinderrechte zeigen sich in kleinen Alltagssituationen: Ein Kind darf ausreden. Ein Nein wird ernst genommen. Ein Missgeschick bleibt diskret. Ein verletzender Spitzname wird nicht als Spaß abgetan. Über vier Wochen sammeln Kinder, Familien und pädagogische Fachkräfte konkrete Beispiele. Daraus entsteht in jedem Kinderhaus eine gemeinsame Best-Practice-Wand.
3 Perspektiven
Kinder Familien Fachkräfte
4 Wochen
beobachten sammeln sprechen
1 gemeinsamer nächster Schritt
Das Ziel: Wir machen sichtbar, wie Kinder, Familien und Fachkräfte die Würde von Kindern bereits im Alltag schützen. So stärken wir dieses Verhalten, geben einander Anregungen und entwickeln unsere Praxis gemeinsam weiter.
Leitfrage: Was habe ich heute getan, um die Würde und persönliche Ehre eines Kindes zu schützen?
Was entsteht?
Eine Best-Practice-Wand mit anonymen Sätzen, Kinderzeichnungen und Alltagssituationen.
Ein gemeinsam im Team ausgewählter „stärkster Satz“ pro Kinderhaus für die Kommunikation und das Sensibilisieren der Öffentlichkeit.
Eine konkrete Teamvereinbarung: „Das wollen wir künftig noch bewusster tun.“
Warum Kinderwürde im Alltag Aufmerksamkeit braucht
Kinder sind eigenständige Rechtsträger:innen
Kinderrechte sind keine Zusatzaufgabe, sondern eine Haltung, die jede Alltagssituation prägt. Gerade kleine Kinder sind auf Erwachsene angewiesen und erleben ein deutliches Machtgefälle. Deshalb tragen pädagogische Fachkräfte und Familien besondere Verantwortung: Sie gestalten Sprache, Nähe, Informationen, Übergänge und Entscheidungen – und damit auch, ob ein Kind sich geachtet, sicher und wirksam erlebt.
Deshalb setzt die element-i Bildungsstiftung sich dafür ein, Kinderrechte bekannter zu machen und deren Einhaltung zu fördern. Besonders am Herzen liegt uns dies in pädagogischen Einrichtungen, in denen Kinder so viel Zeit verbringen. Erstmalig sprechen wir in diesem Jahr auch Familien mit der Kinderrechte-Aktion an und freuen uns dabei besonders über Ihre Unterstützung.
Was Artikel 16 konkret schützt
Artikel 16 UN-Kinderrechtskonvention: Kinder haben Anspruch auf Schutz ihrer Privatsphäre sowie ihrer Ehre und ihres Rufes.
„Würde“ ist der übergreifendemenschenrechtliche und pädagogischeBezugsrahmen.
Was ist damit gemeint und was bedeutet das zum Beispiel im Kita-Alltag (siehe nachfolgende Liste):
Vor Berührung, Hilfe, Dokumentation oder Veröffentlichung fragen; verbale und nonverbale Stoppsignale ernst nehmen; Entscheidungen altersgerecht erklären.
Warum die gemeinsame Sensibilisierung wirkt
Fachkräfte erkennen Routinen und Zeitdruck-Situationen, in denen Kinder leicht übergangen werden.
Familien erhalten alltagsnahe Impulse, ohne belehrt zu werden – etwa zu Fotos, Spitznamen oder privaten Erzählungen.
Kinder erleben, dass ihre Wahrnehmung zählt und sie Grenzen äußern dürfen.
Gemeinsame Beispiele schaffen eine verständliche Sprache und führen zu verbindlichen Veränderungen.
Begleitmaterial
Hier finden Sie alle Vorlagen zum Download sowie den Aktions-Steckbrief mit allen Informationen zum Ablauf, den Terminen, zusätzlichen Tipps und Beispielen.
So könnte die Best-Practice-Wand final aussehen. Wenn es die Räumlichkeiten hergeben, gerne in größer und natürlich bunter.
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