KitaStar 2017 - Die Welt "da draußen"

Unter diesem Motto lobte die element-i Bildungsstiftung den Pädagogik-Innovationspreis KitaStar 2017 aus

In Kindertageseinrichtungen leben Kinder in einer eigenen Welt, einer Welt, die auf sie und ihre Bedürfnisse abgestimmt und eingerichtet ist. Doch was ist "da draußen"? Was passiert in der Nachbarschaft? In der Kommune? In der Arbeitswelt der Erwachsenen?

Der Ausbau der Ganztagsbetreuung in Deutschland leistet einer „Verinselung“ Vorschub: Das Alltagleben von Kindern spielt sich zunehmend in Bildungseinrichtungen ab und wird maßgeblich von pädagogisch ausgebildetem Personal gestaltet. Gelegenheiten, andere "Welten" außerhalb der Kita zu erkunden und Menschen aus anderen Lebens- und Arbeitszu-sammenhängen kennenzulernen, ergeben sich in der Regel kaum noch.

Erfahrungsräume im Kita-Umfeld eröffnen

Damit stehen Kita-Träger und -Teams vor der Frage: "Wie können wir Brücken zwischen den Lebenswelten bauen und 'unseren' Kita-Kindern Lern- und Erlebnisräume im sozialen Umfeld zugänglich machen?" Manche Einrichtungen haben sich dafür vielfältig vernetzt und arbeiten zum Beispiel mit der Kommune, mit Unternehmen und Institutionen, Vereinen und Verbän-den zusammen. Andere entwickeln im Alleingang oder in Zusammenarbeit mit den Eltern neue Möglichkeiten für mehr Erlebnisse im und mit dem sozialen Umfeld der Kita.

Innovative Konzepte gesucht

Für den Pädagogik-Innovationspreis KitaStar 2017 suchte die element-i-Bildungsstiftung Tageseinrichtungen, die innovative und beispielgebende Ideen entwickelt und erfolgreich umgesetzt haben, um andere Lebensbereiche in den Alltag der Kinder einzubinden und ihnen so neue Lernthemen und Erfahrungsräume zu erschließen.

Bewertungskriterien

Entscheidend für eine mögliche Prämierung war, dass

  • die Bewerbung eine theoretische Auseinandersetzung mit dem Thema „Sozialraumbezug“ erkennen lässt,
  • die ausgewählten Maßnahmen pädagogisch begründet werden,
  • die Umsetzung unterschiedliche Bereiche abdeckt und kontinuierlich erfolgt,
  • Aktivitäten zu jeweils aktuellen Erkenntnisinteressen der Kinder passen und dieser Zusammenhang dargestellt werden kann,
  • dass das Thema in eine generell qualitativ hochwertige pädagogische Arbeit eingebettet ist, da die Bewertung ganzheitlich erfolgt.

 

Prämierung und Preise

Die element-i-Bildungsstiftung vergab den KitaStar in den Kategorien Gold, Silber und Bronze.

Die Gewinner, die im Rahmen der Abendveranstaltung dess Zukunftskongress für Bildung und Betreuung "Invest in Future", am 26.09.2017 bekanntgegeben wurden sind:

Gold: Kindertagesstätte "Anne Frank" des Studentwerks Frankfurt (Oder)
erhielt 5.000 Euro von der element-i-Bildungsstiftung

Silber: FRÖBEL-Kindergarten "SieKids Ackermäuse" der FRÖBEL Norddeutschland gGmbH
erhielt 2.500 Euro von dem Netzwerk Konzept-e

Bronze: Städtische Kindertagesstätte am Burghof der Stadt Troisdorf
erhielt 1.000 Euro Gutschein der Verlagsgruppe Beltz


KitaStar 2016 wurde nicht vergeben

Der von der element-i-Bildungsstiftung ausgeschriebene Preis KitaStar wurde 2016 nicht vergeben. Nach der Prüfung der 22 Bewerbungen zum Thema „Ganztagsbetreuung – ausgewogen und vielfältig“ gab das pädagogische Experten-Team bekannt, dass keine der Einreichungen, das von der Stiftung gewünschte Innovations-Potential habe.

Mit der Vergabe des Preises möchte die Stiftung innovative Konzepte und Lösungsansätze für die Erziehung, Bildung und Betreuung von Kindern zwischen null und zehn Jahren auszeichnen, ihre Umsetzung vorantreiben und zur Nachahmung von Best-Practice-Beispielen anregen.

 „Wir wissen, dass dieses Thema herausfordernd ist und es in der Fachwelt bislang wenig diskutiert wird“, sagt Marcus Rehn, Elementarpädagoge und Mitglied der Jury. „Das mag auch der Grund sein, warum die Einreichungen nicht weitreichend und zukunftsträchtig genug erscheinen. Der Preis soll wirklich neue und überraschende Ansätze auszeichnen.“


Kitastar 2015 - Kita forscht!

Kinder erkunden ihre Umwelt, sie probieren vieles aus und machen sich so mit naturwissenschaftlichen Phänomenen vertraut. Diesen Drang zu forschen und zu entdecken, können Erzieherinnen und Erzieher gezielt unterstützen und anregen. Damit legen sie einen wichtigen Grundstein für ein lebenslanges Interesse der Kinder an Themen aus Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) und festigen die Überzeugung der Mädchen und Jungen, in diesem Bereich etwas leisten und bewirken zu können.

Die element-i-Bildungsstiftung lobt den KitaStar 2015 zum Thema „Kita forscht!“ aus und sucht dafür Einrichtungen, die einen besonderen Schwerpunkt ihrer Arbeit auf eine frühe naturwissenschaftliche Förderung legen. Wie gelingt es ihnen, die MINT-Interessen und -Fragestellungen der Kinder so aufzugreifen, dass die Mädchen und Jungen Dinge selbst erproben und eigene Antworten finden können? Welche pädagogischen Ansätze liegen dieser frühen naturwissenschaftlichen Bildung in der Einrichtung zu Grunde? Welche Raum- und Materialangebote und welche Kooperationen unterstützen die pädagogische Arbeit in diesem Bereich? Einrichtungen die überzeugende Antworten auf diese Fragen geben können, sind herzlich eingeladen, sich um den KitaStar 2015 zu bewerben.

Bewerbung für den KitaStar 2015

Beteiligen können sich alle Einrichtungen, die Kinder bis zu zehn Jahren betreuen. Dazu müssen sie den ausgefüllten Bewerbungsbogen (Formular rechts zum Download), die pädagogische Konzeption ihrer Einrichtung sowie ein maximal 8-minütiges Video mit einer in Bezug auf die frühe naturwissenschaftliche Bildung aussagekräftigen Szene aus dem Kita-Alltag bei der element-i-Bildungsstiftung einreichen.

Sobald wir postalisch die ausgefüllten Bewerbungsbogen erhalten haben, ordnen wir diesem einen Code zu, welchen wir dann an das entsprechende Kinderhaus schicken. Das anschließend hochzuladende Video soll diesen Code im Namen tragen, damit dieses richtig zugeteilt werden kann.

Bewerbungsschluss ist der 1. Juni 2015.

Bewertungskriterien

Entscheidend für die Bewertung ist, dass das eingereichte MINT-Konzept und seine Realisierung

• eine Auseinandersetzung mit dem aktuellen Stand der pädagogischen Forschung im Bereich früher naturwissenschaftlicher Bildung erkennen lassen,
• von einem professionellen, bereichsspezifischen Rollenverständnis der pädagogischen Fachkräfte sowie einer positiven Selbstwirksamkeitserwartung zeugen,
• sich an den Erkenntnisinteressen der Kinder orientieren,
• in eine generell qualitativ hochwertige pädagogische Arbeit eingebettet sind, da die Bewertung ganzheitlich erfolgt.

Prämierung und Preise

1. Preis: 5.000 €
2. und 3. Preis: Attraktive Sachpreise

Alle GewinnerInnen des KitaStar 2015 sind zur Veranstaltung „Invest in Future – der Zukunftskongress für Bildung und Betreuung“ am 19. und 20. Oktober 2015 nach Stuttgart eingeladen. Die Preisverleihung findet im Rahmen der Abendveranstaltung am 19. Oktober statt. Während eines „Invest in Future“-Forums zum Thema „Kita forscht!“ haben die PreisträgerInnen die Gelegenheit, ihre Arbeit im Bereich der MINT-Förderung einem Fachpublikum ausführlich zu präsentieren.

Kontakt

Wenn Sie noch weitere Fragen haben, sind wir gerne für Sie da. Wenden Sie sich bitte an Denise Meyer, Tel. 0711-656960-36 oder per E-Mail unter denise.meyer@element-i-bildungsstiftung.de.

Über den KitaStar

Die element-i-Bildungsstiftung lobt den KitaStar jährlich in einer anderen Kategorie aus. Mit der Vergabe des Preises möchte die Stiftung innovative Konzepte und Lösungsansätze für die Erziehung, Bildung und Betreuung von Kindern zwischen null und zehn Jahren auszeichnen, ihre Umsetzung vorantreiben und zur Nachahmung von Best-Practice-Beispielen anregen. Vorträge aus den Gewinner-Einrichtungen während des Zukunftskongresses für Bildung und Betreuung "Invest in Future" sowie Berichte in der Regional- und Fachpresse verschaffen den guten Beispielen die nötige Öffentlichkeit. Auf diese Weise leistet die element-i-Bildungsstiftung einen Beitrag zur positiven Entwicklung des Bildungsstandorts Deutschland.


KitaStar in Gold: Überbetriebliche Kindertagesstätte, Lörrach (Baden-Württemberg)

 Die vom gleichnamigen Verein geleitete Überbetriebliche Kindertagesstätte Lörrach bietet Platz für 70 Kinder zwischen eineinhalb und sechs Jahren. Die Einrichtung ist ganztags von 06:00 bis 18:00 Uhr geöffnet und beschäftigt 29 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Team arbeitet in Funktionsräumen nach dem anspruchsvollen pädagogischen Konzept infans.

Zur Begründung für die Vergabe des KitaStar 2015 in Gold schreibt die Jury:

"Die Jury ist beeindruckt von der umfassenden fachlichen Fundierung, die das Thema der MINT-Bildung in der Überbetrieblichen Kindertagesstätte in Lörrach besitzt. Dieses Wissen setzen die Fachkräfte mit hoher Professionalität um und schaffen den Kindern eine Atmosphäre der Kreativität und der Entdeckungsfreude. Sie wählen Materialien so aus und präsentieren sie so ansprechend, dass sie einen sehr guten Nährboden für die Ideen der Kinder bilden und sie zum Ausprobieren und Forschen auffordern. Die Materialfülle und -vielfalt beeindruckte die Jury. Besonders hervorzuheben ist, dass die Kinder im Forschungsraum großteils echte Laborutensilien nutzen können. Den Erzieherinnen und Erziehern gelingt es gut, die 'Momente des Staunens' der Kinder wahrzunehmen. Daran anknüpfend begleiten sie die Jungen und Mädchen mit Engagement und Begeisterung bei der Beantwortung ihrer Forschungsfragen. Besonders überzeugt hat die Jury, dass das Kita-Team forschendes Lernen als grundlegende Lebenshaltung versteht, die in allen Kita-Räumen sichtbar und spürbar ist und das Miteinander in der Einrichtung prägt. Ein Beispiel: Kinder, die im Bistro Äpfel schälten, wollten genauer wissen, wie der Schäler funktioniert und gingen ins Labor, um das herauszufinden. In einem längeren Prozess und durch das Zerlegen und erneute Zusammenbauen des Schälers mit seinen 20 Einzelteilen gelang es ihnen herauszufinden, wie er funktioniert und welche Funktion die ineinandergreifenden Zahnräder dabei erfüllen.

Beispielgebend ist auch die hervorragende Vernetzung der Kita - besonders in Bezug auf den fachlichen Austausch. Die Jury beurteilt das Engagement der Einrichtung zur Weiterentwicklung der Elementarpädagogik im MINT-Bereich als außergewöhnlich.

Die Jury zeichnet die Überbetriebliche Kindertagesstätte Lörrach für ihre in Bezug auf Konzeption, Raumgestaltung, Materialangebot und pädagogische Umsetzung beispielgebende frühe MINT-Bildung mit dem diesjährigen KitaStar in Gold aus."

Laudatorin und Jury-Mitglied Dr. Birgit Buschmann, Referatsleiterin „Wirtschaft und Gleichstellung“ im Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg, gratulierte Ursula Bangert, Leiterin der Überbetrieblichen Kindertagesstätte Lörrach, sowie der Bildungsbereichsverantwortlichen Susanne Ehrecke zum KitaStar in Gold. Das Preisgeld von 5.000 Euro wurde vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft zur Verfügung gestellt.

KitaStar in Gold: Kita EinSteinchen, Frankfurt an der Oder (Brandenburg)

Die ganztags von 6:30 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnete Kita EinSteinchen in Frankfurt/Oder bietet Plätze für 62 Kinder vom ersten Lebensjahr bis zum Schuleintritt. Die Einrichtung beschäftigt zwölf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Träger ist das Zentrum für Begabungsförderung e.V. Das Kita-Team setzte ein offenes Konzept mit Funktionsräumen um.

Zur Begründung für die Vergabe des KitaStar 2015 in Gold schreibt die Jury:

„Den Gründerinnen der Kita EinSteinchen in Frankfurt an der Oder und ihrem Kita-Team ist es mit viel Begeisterung und Engagement gelungen, hervorragende Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Kinder Phänomene aus Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik entdecken, beobachten und erforschen können. Die großen und vielfältigen Kita-Räume sowie ein reiches, alltagsnahes und sehr kreatives Materialangebot laden die Mädchen und Jungen zum Erkunden und Experimentieren ein. In jedem einzelnen Raum sind MINT-Themen sichtbar: Es gibt Zahlen, Geometrische Formen, Pendel, Sanduhren, Waagen, Lichtspiele oder Weltkarten. Eine besondere Rolle spielen Reize aus der Natur, die Ausgangspunkt für viele Forschungsfragen der Kinder sind.

Dass die Kinder diese besonderen Voraussetzungen optimal für sich nutzen können, ist auf die Haltung der Fachkräfte zurückzuführen, die sich selbst neugierig forschend mit den Kindern auf die Suche nach Antworten begeben. Ihre Begeisterung wirkt ansteckend. Der Jury gefiel, dass die Fachkräfte den Kindern viel Zeit und Raum für die selbstständige Bearbeitung ihrer Fragestellungen lassen und dass die Forschungsprozesse der Kinder Vorrang genießen. So ist es für die Kinder problemlos möglich, zum Beispiel auf das gemeinsame Singen zu verzichten, weil sie gerade intensiv mit einer Arbeit beschäftigt sind. Haben sich die Kinder Wissen angeeignet, ist es den Erzieherinnen und Erziehern wichtig, dass die Mädchen und Jungen ausreichend Zeit haben, es im Spiel zu vertiefen, mit anderen Erfahrungen zu verknüpfen und auf diese Weise zu eigener Erkenntnis zu gelangen. So stellen sie die Nachhaltigkeit des Lernens sicher. Auch von der übersichtlich in Themenordnern abgelegten, von den Kindern gestalteten Forschungs-Dokumentation, ist die Jury beeindruckt. In der Kita EinSteinchen herrscht eine Atmosphäre der Entdeckungslust, die sich sehr positiv auf die Kinder und ihre Entwicklung auswirkt.

Das umfangreiche Raumangebot in der Kita und deren Erweiterung durch eine spezielle KinderEnergieAkademie, die auch von Schulklassen besucht wird, gehen deutlich über das hinaus, was selbst von einer sehr guten Kindertageseinrichtung normalerweise erwartet würde. Die Leiterinnen der Kita EinSteinchen zeigen, was mit viel Ideenreichtum, einer hervorragenden Vernetzung und Engagement machbar ist und weisen mit der KinderEnergieAkademie innovative Wege, um der Bildung im MINT-Bereich bis in die Grundschulzeit hinein Nachhaltigkeit zu verleihen.

Die Jury würdigt dieses besondere Engagement, die hervorragende Konzeption für die MINT-Bildung und eine beispielgebende Umsetzung mit dem diesjährigen KitaStar in Gold."

Laudator Dr. h. c. Matthias Kleinert, Beiratsmitglied der element-i-Bildungsstiftung, gratulierte Peggy Zecha, Leiterin der Kita EinSteinchen und Anne Manglitz, pädagogische Mitarbeiterin in der Kita EinSteinchen, zum KitaStar 2015 in Gold. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert, die von der Stiftung zur Verfügung gestellt werden.

KitaStar in Silber: Kita Regenbogen, Ortrand (Brandenburg)

In der städtischen Kindertagesstätte Regenbogen im brandenburgischen Ortrand betreuen 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 145 Kinder zwischen null und zwölf Jahren. Die Einrichtung hat ganztags von 6.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet. Sie umfasst Krippe, Kita sowie Hortbereich und arbeitet mit Gruppen- und Funktionsräumen teiloffen.

Zur Begründung für die Vergabe des KitaStar 2015 in Silber schreibt die Jury:

"Die Jury ist beeindruckt von dem großen Engagement mit dem das Team der Kita Regenbogen das Thema MINT-Förderung vorantreibt und umsetzt. Dies ist besonders bemerkenswert, da der Personalschlüssel in Brandenburg im Vergleich zu anderen Bundesländern deutlich niedriger liegt. Die Kinder haben hervorragende Forschungsmöglichkeiten in vorbildlich und sehr vielfältig ausgestatteten Funktionsräumen. Der Vor-Ort-Besuch zeigte, dass die Jungen und Mädchen trotz der Größe des Hauses und der Bandbreite des Materialangebots sehr gut orientiert sind. Sie wissen, wo welche Dinge zu finden sind und welche Regeln bei ihrer Nutzung ggf. gelten.

Die Fachkräfte legen jeweils ihren Themenschwerpunkt auf einen Bildungsbereich, in dem sie sich besonders weiterbilden. Sie arbeiten in bildungsbereichsübergreifenden Tandems zusammen und vertreten sich gegenseitig. Auf diese Weise sind die Bildungsbereiche gut vernetzt und jede bzw. jeder hat Schnittstellen zu MINT-Themen oder eigene Bereiche in diesem Feld. Die Jury war sehr angetan von dieser Organisationsform. Ebenfalls beispielgebend ist die enge Zusammenarbeit mit externen Akteurinnen und Akteuren: neben den Eltern und Personen aus der Kommune, sind das eine Vielzahl von Unternehmen und Institutionen aus Ortrand und der Umgebung. In die Kita werden auf diese Weise sehr unterschiedliche pädagogische Vorstellungen hineingetragen. Auch im eigenen Team gibt es eine Bandbreite unterschiedlicher Haltungen in Bezug auf die Unterstützung von kindlichen Lernprozessen. Gegenseitige Toleranz und Wertschätzung ermöglichen es dennoch, ein stimmiges Gesamtkonzept zu realisieren. Dies hat die Jury überzeugt.

Für ihre ambitionierte MINT-Konzeption und deren ideenreiche Umsetzung zeichnet die Jury die Kita Regenbogen in Ortrand mit dem diesjährigen KitaStar in Silber aus."

Laudator Volker Blum, Geschäftsführer von Dusyma Kindergartenbedarf GmbH in Schorndorf, überreichte die Auszeichnung an Einrichtungsleiterin Cornelia Georgi sowie Katrin Bär, Erzieherin im Hortbereich. Die Kita Regenbogen kann sich über einen Dusyma-Gutschein im Wert von 1.000 Euro freuen.

KitaStar in Bronze: Kita Quickelbü, Quickborn (Schleswig-Holstein)

Das Montessori-Kinderhaus „Quickelbü“ in Quickborn bei Hamburg ist eine Einrichtung des Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Die integrative Kita hat von 7.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet und betreut mit 18 pädagogischen Fachkräften 134 Kinder zwischen null und 14 Jahren. Das Kinderhaus bewarb sich speziell mit seinem Projekt „Weltwissen“ um den KitaStar.

Zur Begründung für die Vergabe des KitaStar 2015 in Bronze schreibt die Jury:

„Dem Team des Kinderhauses Quickelbü gelingt es auf hervorragende Weise, Themen aus Naturwissenschaft und Technik, Mathematik und Informatik so in den Alltag zu integrieren, dass sie für die Kinder Bestandteil des täglichen Erfahrungslernens werden. Eine wesentliche Voraussetzung für das Gelingen ist dabei die Haltung der Fachkräfte, die Kindern vielfältige Erfahrungsräume - auch außerhalb der Einrichtung - eröffnen, ihnen zutrauen, die Dinge selbst auszuprobieren und ihren eigenen Interessen nachzugehen. Die Erzieherinnen und Erzieher lassen sich dabei vom Fluss der Fragestellungen der Kinder leiten. Sie muten ihnen in ihren Forschungsprozessen auch Misserfolge zu, indem sie sie Lösungen verfolgen und Versuche durchführen lassen, die – mit dem Wissen Erwachsener - erkennbar scheitern würden. Diese pädagogische Haltung bewertet die Jury als beispielgebend. Erzieherinnen und Erzieher sind mit Engagement und Begeisterung dabei und fachen so die Lernfreunde der Kinder an. Als sehr gelungen beurteilt die Jury auch die Einbettung des forschenden Lernens in einen durch stabile Beziehungen und durchdachte Strukturen Sicherheit, Orientierung und Halt gebenden Rahmen: So können Kinder erfolgreich auf ‚Entdeckungsreisen’ gehen. Für das ‚Weltwissen’-Projekt, seine überzeugende Einbindung in die Gesamtkonzeption der Kindertagesstätte und seine professionelle Umsetzung im pädagogischen Alltag spricht die Jury dem Montessori-Kinderhaus Quickelbü den diesjährigen KitaStar in Bronze zu.“

Laudatorin und Jurymitglied Judith Erlmann, Leitung Programmplanung, Redaktion und Realisierung Pädagogik/Lehrmittel beim Cornelsen Verlag in Berlin, gratulierte Quickelbü-Kinderhausleitern Susanne Zink sowie Christina Frank, Leiterin des Projekts Weltwissen, zum KitaStar 2015 in Bronze. Mit dem Preis sind pädagogische Fachbücher des Cornelsen Verlags im Wert von 500 Euro verbunden.

KitaStar 2014

Mitbestimmen, mitgestalten

Kinder, die an Entscheidungen beteiligt werden, lernen von klein auf, dass sie mit ihren Beiträgen etwas bewirken und ihre Umgebung mit gestalten können. Dieses Gefühl der Selbstwirksamkeit stärkt und befähigt sie, Herausforderungen im Leben besser zu meistern    und sich in eine demokratische Gesellschaft einzubringen. Passende Strukturen und Methoden, um den Mädchen und Jungen Mitbestimmungswege transparent und altersangemessen zu eröffnen, sind bekannt. Kitas können zum Beispiel „Verfassungen“ entwickeln, in denen die Rechte der Kinder geregelt sind, oder Kinderkonferenzen einberufen, die der Entscheidungsfindung dienen. Doch die Umsetzung im Kita-Alltag erweist sich vielfach als Herausforderung. Denn Partizipation von Kindern ist nicht nur eine Methode, sondern immer auch eine Haltung.

Die Sieger 2014:

 

1. Platz: KitaStar in Gold

AWO-Kita Zwergenland

Neumünster

Preis: 5.000 Euro

 

2. Platz: KitaStar in Silber

AWO-Kita Kurt-Pohle

Husum

Preis: Dusyma-Gutschein im Wert von 1.000 Euro

 

3. Platz: KitaStar in Bronze

Kindertagesstätte Riedbrunnen

Nagold

Preis: Gutschein vom Cornelsen-Verlag im Wert von 500 Euro

 

Wir bedanken uns für die Unterstützung von Dusyma und Cornelsen!

KitaStar 2013  

Hier finden Sie einen Rückblick sowie Informationen zu den Siegerinnen und Siegern des KitaStars 2013 unter dem Motto „Qualitätssicherung und -weiterentwicklung."

KitaStar 2013

Viele Kindertagesstätten in Deutschland arbeiten auf einem hohen Qualitätsniveau. Doch wie stellen diese sicher, dass sie das Niveau halten und weiter entwickeln - auch wenn Personal wechselt oder sich Rahmenbedingungen verändern? Drei dieser Kindertagesstätten, die mit gutem Beispiel vorangehen und anderen mit ihrer Arbeit Impulse geben können, zeichnete die element-i Bildungsstiftung mit dem KitaStar 2013 für ihre vorbildliche Qualitätsentwicklung und -sicherung aus.

Die Sieger 2013:


1. Platz

Haus für Kinder am Hirzberg

Träger: Stadt Freiberg

Preis: 5.000 € 

2. Platz

Evangelische Kindertagesstätte Saarlouis

Träger: Evangelische Kirchengemeinde Saarlouis

Preis: Einkaufsgutschein von Dusyma im Wert von 1.000 €

3. Platz  

Kindertagesstätte „Am See“

Träger: Gemeinde Großbettlingen

Preis: Bücherpaket von Cornelsen im Wert von 500 €

 

Für Ihre Unterstützung bedanken wir uns auch bei Dusyma und Cornelsen.

Der jährliche Innovationspreis

Der KitaStar wird in jährlich wechselnden Kategorien ausgelobt. Mit der Vergabe des Preises möchte die element-i Bildungsstiftung innovative Konzepte und Lösungsansätze für die Erziehung, Bildung und Betreuung von Kindern zwischen null und zehn Jahren auszeichnen, ihre Umsetzung vorantreiben und zur Nachahmung von Best-Practice-Beispielen anregen. Auf diese Weise leistet die element-i-Bildungsstiftung einen Beitrag zur positiven Entwicklung des Bildungsstandorts Deutschland.

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