Auch im Jahr 2020, haben wir wieder am 20. November, dem Internationalen Tag der Kinderrechte, für die Kinderrechte demonstriert. Anders als in den vergangenen Jahren gab es pandemiebedingt keinen Protestmarsch durch die Stuttgarter Innenstadt, sondern eine stille Demonstration. Unter dem Motto „Hände hoch für Kinderrechte!“ haben wir Kindereinrichtungen eingeladen, uns Demonstrationsbanner zu gestalten, die wir vom 20. bis zum 27. November am Bauzaun vor dem Rathaus aufgehängt hatten.
Über 16 Initiativen, Einrichtungen und Träger haben sich beteiligt. Gemeinsam mit unseren Partnern und Freunden wollen wir uns für die Rechte von Kindern auf Bildung und Beteiligung, Freizeit, Spiel und Erholung sowie auf Privatsphäre stark machen, die die Vereinten Nationen schon vor über 30 Jahren in einem Übereinkommen festgelegt haben. Wir fordern, dass diese Rechte Beachtung finden und ins deutsche Grundgesetz aufgenommen werden.
„Gerade jetzt in der Corona-Zeit ist es wichtiger denn je, dass Kinder ihre Freiräume, einen Zugang zu Betreuung und den Kontakt zu Gleichaltrigen behalten“, sagte Konzept-e Geschäftsführerin Waltraud Weegmann vor Ort. „Aktuell sehen wir Bewegung: Die Politik hat die unzähligen Stimmen und Proteste der Kinderrechtsvertreter gehört und aus dem letzten Lockdown gelernt – Kitas und Schulen bleiben geöffnet und sollen das auch bleiben. Es hat uns riesig gefreut, dass diese Entscheidung getroffen wurde – und zeigt, dass wir mit zielgerichtetem Protest etwas bewegen können.“
Dazu Kim Hartmann von MACH DICH STARK – Die Initiative für Kinder im Südwesten: „Es ist wichtig, dass wir uns vernetzen und kooperieren, um Kinderrechten Geltung zu verschaffen. Wir von MACH DICH STARK sagen der Kinderarmut den Kampf an und haben bei den erstmalig stattfindenden MACH DICH STARK-Tagen einen Schwerpunkt auf Kinderrechte gestellt. Denn nur gemeinsam können wir was ändern.“