8. Kinder-Kunst-Tag Baden-Württemberg, 14. Mai 2024

1.800 Kinder erleben Kultureinrichtungen und werden selbst aktiv

Auch der diesjährige Kinder-Kunst-Tag Baden-Württemberg brach die bisherigen Rekorde: 66 Einrichtungen boten in 29 Städten Plätze für Kitakinder an. 

Programmangebote gab es in 

Aulendorf | Biberach | Bietigheim-Bissingen | Bruchsal | Eschach | Eschbach | Esslingen | Filderstadt | Friedrichshafen | Göppingen | Heidelberg | Heilbronn | Höchenschwand | Karlsruhe | Konstanz | Kornwestheim | Lörrach | Mannheim | Marbach am Neckar | Mühlacker | Offenburg | Ravensburg | Reutlingen | Schönaich | Schwäbisch Hall | Sindelfingen | Stuttgart | Tübingen | Überlingen| Weingarten

Bei acht Programmangeboten waren wir von der element-i Bildungsstiftung 2024 vor Ort dabei und haben diese Impressionen mitgebracht bzw. zugeschickt bekommen:

Weitere Impressionen gibt es in der Galerie. 

Esslingen: Unterstützung für Millie

Nach einem herzlichen Hallo vor dem Theatergebäude der Württembergischen Landesbühne in Esslingen geht es für die neun Kinder des element-i Kinderhauses Finkenburg erst einmal ins Studio ums Eck. Obwohl die Kinder und ihre Erzieherinnen extra aus Waiblingen angereist sind, sprühen sie vor Vorfreude. Zum Auftauen und Kennenlernen gibt es erst einmal eine kleine Vorstellungsrunde mit Cecilia Hörmann aus der Theaterpädagogik des Theaters und einen kleinen Aufwärmtanz. Zwei der Kinder sind besonders eifrig und schlüpfen direkt in Rollen, indem sie die Namen tauschen. Spielerisch beantworten alle Kinder Fragen zum Thema Theater und ihrem Hintergrundwissen und bekommen das, was sie noch nicht kennen, kindgerecht erklärt. Nach einer Runde Zaubercreme, die die Sinne schärft, stellt sich Millie vor: Millie hat großes Lampenfieber vor ihrem Auftritt im Theater am Abend und wünscht sich die Hilfe von den Kindern. Gemeinsam geht es nach einer Einführung in die Theaterregeln rüber ins Theaterhaus und in die verschiedenen Abteilungen. Dabei kommen sie bei Kostüm, Maske, Requisite, Bühnentechnik und anderen Stationen eines Theaters vorbei. Beim Kostüm erfahren die Kinder u. a. wie ein Mann mithilfe des Kostüms einen Frauenkörper bekommt und dürfen das Kleid sogar anfassen. In der Maske raten die Kinder, wie lang die Herstellung einer Perücke dauert. “100 Wochen!”, ruft ein Kind. Ca. 40 Stunden ist die Antwort. Die Kinder sind schwer beeindruckt – alles in Handarbeit. In der Requisite dürfen die Kinder das Theater-Geld anfassen. “Oh, die Blumen sind ja gar nicht echt, aber sie sehen so schön und echt aus” entdeckt ein Kind. Cecilia Hörmann zeigt den Kindern auch den Kühlschrank voll mit Kunstblut. Gruselig. Nach dem Schuh-Fundus geht es abschließend noch ganz leise hinter die Bühne, denn vor dem Vorhang auf der Bühne wird gerade geprobt. In den Abteilungen gibt es kleine Rätselaufgaben für Millie und die Kinder. Zurück im Studio am Blarerplatz werden diese gelöst und die Kinder verwandeln sich in Hexen und Clowns und ziehen bunte Perücken auf. Nachdem alle zwölf Requisiten für Millies Auftritt am Abend in den Räumlichkeiten gefunden wurden, dürfen die Kinder abschließend das Bühnenbild und Millies Kostüm gestalten. “Es ist eine Vampirgeschichte”, ruft ein Kind. Das Kunstblut hat offenbar Eindruck hinterlassen. “Meine Millie ist ein Cowgirl” beschreibt ein anderes Kind. “Meine trägt Lippenstift”. Bei der Verabschiedung bekommt Cecilia Hörmann ein Millie-Bild geschenkt. “Weil es so viel Spaß gemacht hat!”. Nach einem lauten DANKE macht sich die Kindergruppe gutgelaunt auf den Rückweg nach Waiblingen. Alle mit viel neuem Wissen, was sich hinter den Kulissen eines Theaters verbirgt, und die Erzieherinnen zusätzlich, dass das Programm der Württembergischen Landesbühne auch außerhalb von Esslingen gezeigt wird und es kostenlose Workshops zu den Stücken für Kitas gibt. Vielen herzlichen Dank an Cecilia Hörmann und das Team der Württembergischen Landesbühne für den tollen Ausflug!

Friedrichshafen: Unterwegs mit dem Zeppelin

Im Zeppelin Museum gab es zwei spannende Kunstführungen mit praktischem Workshop. Besonders der Besuch im Depot war ein einzigartiges Erlebnis für die Kinder. Die Gemälde zu besuchen, die momentan nicht in der Ausstellung zu sehen sind, hat viele Kinder beeindruckt. Das Legen der Bilder mit Stoffen direkt in der Ausstellung war ebenfalls eine besondere Art des Malens und hat den Kindern viel Spaß gemacht.

Mühlacker: Goldmarie lebt!

Herzlich willkommen beim 8. Kinder-Kunst-Tag in Mühlacker. In den Enzgärten sehen, erleben und fühlen wir heute das Theaterstück „Goldmarie lebt!“ vom Verein Kultur aus der Scheune. Dank Silke Karl (Holla Waldfee, Theater vis-à-vis) und Ute Münch (Olga Waldwicht, Klarinette) wird Theater zum Naturerlebnis und der Wald zur lebendigen Bühne! Die beiden verzaubern die kleinen Zuschauer:innen und erwecken durch lustige Bilder und ohne erhobenen Zeigefinger ein Bewusstsein dafür, dass menschliches Verhalten direkte Auswirkungen auf unseren Wald hat. Denn wir brauchen „den ganzen Wald um Atmen zu können! Stimmts?“ Die Kinder antworten mit einem lauten JA.  Vielen Dank an die Kinder vom Kinderhaus Villa Emrich und der Kita am Senderhang! Und herzlichen Dank an Holla Waldfee und Olga Waldwicht für den gelungenen Vormittag.

Schwäbisch Hall: Gerhards Marionettentheater


Rund 20 Kinder vom evangelischen Kinder- und Familienhaus Kreuzäcker aus Schwäbisch Hall waren am 14. Mai zum Kinder-Kunst-Tag zu Gast bei Gerhards Marionetten in Schwäbisch Hall. Über die Einladung haben wir uns sehr gefreut und viele von uns hatten bereits zuvor spannende Erfahrungen im Marionetten-Theater gesammelt.
Schnell kamen dann Fragen auf wie zum Beispiel „wo ist denn das Neunauge?“ (Der kleine Wassermann), „kann der Hotzenplotz auch die Kaffeemühle drehen?“ (Der Räuber Hotzenplotz) oder „kann die Figur auch high-five geben?“.

All diese Anliegen wurden kindgerecht beantwortet und die Führung durch die hauseigene Werkstatt
war sehr einprägsam und kurzweilig – trotz unzähliger Nachfragen vieler interessierter Kinder.
Zum Abschluss durften wir sogar noch einige Marionetten selbst ausprobieren. Das hat total viel
Spaß gemacht und wir hätten gerne noch viel mehr Zeit im Marionetten-Theater verbracht, denn es
gab so vieles zu entdecken.

Stuttgart: Positiv zu jeder Maltechnik

Bereits zum wiederholten Mal nimmt auch die Adolf Hölzel Stiftung mit einem Programm am Kinder-Kunst-Tag teil und laden eine Kindergartengruppe in das ehemalige Wohn- und Atelierhaus von Adolf Hölzel in Degerloch ein. Die 14 Kinder aus dem Markuskindergarten freuen sich schon. Nach einer herzlichen Begrüßung geht es los, die Ausstellung zu erleben. Die “Tubenbilder” von Hölzel treffen in der Ausstellung Willi Baumeisters “Kammbilder”. Beiden Künstlern ist zueigen, dass sie sich intensiv mit verschiedenen Maltechniken beschäftigten. Selbstverständlich dürfen nach der interessanten Führung auch die Kinder selbst ran: Mit Zahnpasta, Sand und Kämmen ausgestattet treten sie in die Fußstapfen der großen Künstler. Nach anfänglicher Zurückhaltung und Skepsis legen die Kinder schnell los und lassen die inneren Künstler:innen frei. Es entstehen dabei wunderbare und kreative Werke. Herzlichen Dank für die Möglichkeit des Ausprobierens und die hilfreichen Informationen über diese faszinierenden Persönlichkeiten.

Stuttgart: Eintauchen in die Natur

In die Galerie des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa) sind Kinder aus dem element-i Kinderhaus Reinsburg zu Gast und betrachten einige der Werke aus der umfangreichen Kunstsammlung des Instituts. Doch dann wollen sie zur Sache kommen und selbst aktiv werden. Arbeiten mit Ton steht auf dem Programm. „Unser Thema ist die Natur“, sagt Juliane Tombiri von der ifa-Galerie. Sie hat einen Tisch mit Naturmaterialien und Objekten aus Ton vorbereitet. Jedes Kind sucht sich ein Objekt aus, das es besonders anspricht und nutzt es als Inspirationsquelle für eine eigene Arbeit. Ein Junge hat sich eine Pfauenfeder ausgesucht. Seine Sitznachbarin und er versuchen sie in Ton nachzubilden – mit beeindruckendem Ergebnis. Ein Mädchen hat sich eine kleine Vase ausgesucht und ist dabei, ebenfalls ein Väschen zu formen. „Das ist gar nicht so leicht“, sagt die Workshop-Leiterin und gibt ihr Tipps. Ein anderes Mädchen formt lange Schlagen, die es zu kleinen Kreisen aufrollt. Einen legt sie auf den Tisch, den nächsten stellt sie senkrecht auf den ersten und ein Dritter kommt wie ein Deckel obendrauf. Augenscheinlich hat sie eine genaue Vorstellung davon, wie ihr Objekt später aussehen soll. Ein anderes Kind drückt Muschelschalen auf Ton ab.

Alle sind versiert und geschickt bei der Arbeit. Erzieher Orkan Tan kann das erklären: „In der Kita haben wir uns bereits mit dem Material beschäftigt und einige Objekte fertiggestellt. Daher fanden wir das Kinder-Kunst-Tags-Angebot der ifa-Galerie besonders passend.“

Stuttgart: Heia Walpurgisnacht!

Der Kinder-Kunst-Tag 2024 im Jungen Schloss war magisch: Die Kinder des NIKOlino-Kindergartens besuchten die Mitmachausstellung „Die kleine Hexe“ im Alten Schloss in Stuttgart und erlebten aktiv die Geschichte des beliebten  Kinderbuchs von Otfried Preußler.

Nach einer gemeinsamen Einführung galt es zunächst, sich mit Zauberstab und Hexenumhang auszustatten. So in die Rolle geschlüpft zaubert es sich direkt viel leichter. Schließlich muss die kleine Hexe ja das Zaubern üben, um eine gute Hexe zu werden und an der Walpurgisnacht auf dem Blocksberg mit den  anderen Hexen tanzen zu können. Und damit ging es los auf Entdeckungstour: Im Hexenhaus warteten duftende  Zaubertrankkräuter und verhexte Teetassen, im Wald ging es über Stock und Stein, über Tierspuren und durch eine Fuchshöhle, auf dem Marktplatz brachten die Kinder klingende Waren in  Bewegung und kauften einen neuen Besen für die kleine Hexe. Ein neuer Besen will natürlich eingeritten sein, daher übten die  jungen Hexen und Hexer das Besenfliegen und rauschten durch den Wind. Auf dem Weg lernten die Kinder die verschiedenen Charaktere des Buches kennen und wie die kleine Hexe diesen durch Zauberei geholfen hatte. Nach vielen Abenteuern erreichten die Kinder schließlich den Blocksberg, legten vor dem Hexenrat die Hexenprüfung ab und feierten mit der kleinen Hexe: Heia Walpurgisnacht!

Eingeführt und begleitet wurde die Gruppe durch das Betreuer:innen-Team des Jungen Schlosses. Eine taktile Bodenleitlinie verband die Ausstellungsbereiche, und verschiedene Hörstationen ließen zusätzlich in die Geschichte eintauchen. Das Team des Jungen Schlosses hat sich über den zauberhaften Besuch gefreut und sich bereits den nächsten Kinder-Kunst-Tag vorgemerkt.

Stuttgart: Auf Spurensuche

Im Kunstmuseum Stuttgart geht es zunächst auf Spurensuche: Lassen sich im Museum auch Tiere entdecken? Schnell werden die Kita-Kinder fündig. Was ist das auf dem Gemälde, ein duschender Affe? Und dort, sind das Gräser oder vielleicht die bunten Facetten eines schimmernden Libellenflügels? Die Kinder tauchen ganz und gar in das Gemälde ein, Ideen fliegen hin und her. Es ist ein Dschungel! Blätter! Ein verwunschener Ort! Geheimnisvoll geht es weiter. Gleich um die Ecke lädt eine kleine Tür zum Entdecken ein. Wer traut sich hinein? Einzeln wagen sich die Kinder in den duftenden, verwinkelten Raum. Auf die Frage, ob ihnen der Geruch bekannt vorkäme, sind sie sich einig: das muss Keksteig sein. Wahrscheinlich sind daraus die Wände, mutmaßen die Kinder. Teig oder vielleicht auch Knete. Der Name des Kunstwerkes gibt einen Hinweis: „Der Wachsraum.“ Der Künstler Wolfgang Laib eröffnet damit Einblicke in eine fremde Welt ganz aus Bienenwachs. Hier dürfen sich die Besucher:innen fühlen wie eine kleine Biene. Und weiter geht es durch die Ausstellung. Spielerisch zeigt die Kursleiterin, dass Kunst „ganz viel mit Beobachtung zu tun hat.“ Wie sonst hätte der Künstler die Skulptur der „sich streckende(n) Katze“ sonst so lebensecht darstellen können? Und auch die Kinder müssen scharf beobachten, um beim nächsten Kunstwerk zu erkennen, um was für ein Tier es sich handelt. Der Kopf scheint ein Känguru zu sein, der Hinterleib aber doch eher der eines Esels. Schnell ist klar, das ist ein Fabeltier. Inspiriert von den unterschiedlichen Tierdarstellungen gestalten die Kinder anschließend selbst fantastische Tierbildnisse. Bunte Papierschnipsel werden so zum Leben erweckt. Eine kleine Ausstellung entsteht. Was den Kindern an all den Kunstwerken am besten gefällt? „Dass alles so lustig ist.“

Stuttgart: Dem Drachen hinterher

Im Stuttgarter Museum für Völkerkunde, dem Linden-Museum, nimmt Lena Raisdanai eine Gruppe Kinder aus dem element-i Kinderhaus Feuerland mit auf eine Reise nach Afghanistan. Ein rot-blauer Drachen begleitet sie dabei. Gemeinsam mit ihm „fliegt“ die Gruppe im Gänsemarsch von einem Ausstellungsthema zum nächsten. Sie sehen steinerne Wandvertäfelungen und kleine Brunnenbecken, die kunstvoll mit Ranken, Blumen und Tierornamenten versehen sind, während Wasserplätschern und Vogelgezwitscher aus dem Lausprecher für Gartenatmosphäre sorgt. „Ich habe einen Affen entdeckt!“, ruft ein Kind. Andere erkennen Elefanten, Tauben, Tiger und Löwen. „Ihr habt gute Museumsaugen“, sagt Lena Raisdanai anerkennend und führt sie zu einem blaugrundigen Mosaik mit verschlungenen Vegetationsmotiven in hellblau, weiß und orange. Es stammt aus Herat, der blauen Stadt. Aus Papierschnipseln legen die Kinder am Boden eigene Muster und Figuren. Blumen, Ornamente, ein Rabe, ein Mensch, ein Lagerfeuer und ein Namenszug sind zu sehen. Mit Bedauern räumen sie anschließend alles wieder zusammen. Gut, dass der Fotograf die Werke verewigt hat. Auch Erzieherin Franziska Adlung ist begeistert: „Diesen Impuls werden wir sicher in der Kita aufgreifen und daran weiterarbeiten.“

Stuttgart: Ein Philosoph denkt übers Denken nach

Mit über 20 Kindern aus dem element-i Kinderhaus Kinderländle in Stuttgart und aus der Kindertagesstätte am Gesundbrunnen SLK-Kids in Heilbronn geht’s im Stuttgarter Museum Hegel-Haus quirlig zu. Dr. David Baumeister vom Hegel-Haus berichtet kurz von dem berühmten Philosophen des deutschen Idealismus Georg Wilhelm Friedrich Hegel, der hier geboren und aufgewachsen ist. „Was macht eigentlich ein Philosoph?“, fragt er dann und erklärt: „Ein Philosoph denkt über das Denken nach.“ Dann erobern sich die Kinder das Haus. Dabei haben sie eine Aufgabe. Auf der Schnitzeljagd-Karte, die sie bekommen haben, sind kleine Bilder zu sehen, die Ausschnitte von Gegenständen aus dem Museum zeigen. Sie in Natura wiederzufinden, ist gar nicht so einfach. Teilweise unterstützt David Baumeister die Kinder. „Schaut euch mal dieses Bild genau an!“, sagt er. Da entdecken die Kinder das kleine Stuttgarter Rössle rechts oben, das auch auf ihrer Karte abgebildet ist und können es abharken. Doch vieles finden die Kinder auch allein – zum Beispiel die Schreibfeder in Hegels Studierstube oder eine große Eieruhr. „Ich hab’ was! Schaut mal hier“, rufen sie dann begeistert. Schließlich ist der Rundgang beendet und alle Kinder holen sich am Empfang ihre Belohnung ab – eine Hegel-Haus-Postkarte mit einer kleinen Packung Gummibärchen.

Stuttgart: Ich bin Ich

„Wir erwecken die Geschichte vom kleinen Ich bin Ich zum Leben“, sagt Musikvermittlerin Jasmin Bachmann vom SWR Symphonieorchester zu den vielen Kita-Kindern, die sie im Sendesaal um sich versammelt hat. Manchmal spielt das gesamte Orchester mit 80 Musiker:innen in diesem Raum. Heute ist nur Rudolf König hier. Er ist es jedoch nicht allein, der mit seiner Klarinette die Geschichte vertonen darf. Die Kinder helfen mit. Unterschiedliche Glockenspiele, Kalimbas (Daumenklaviere), ein Klangfrosch, ein Schrapinstrument in Froschform, eine Vogelwasserpfeife, Kuckucksflöten, eine Kolbenflöte mit langem Zugstab, Becken und Klanghölzer stehen ihnen zur Verfügung, um Szenen auf der Wiese und am Wasser lebendig werden zu lassen. Außerdem proben sie zwei Lieder, die sie vorher bereits in der Kita eingeübt haben. Schließlich kommt der große Auftritt: Jasmin Bachmann steht am Dirigentinnenpult, erzählt die Geschichte und gibt die Einsätze für musikalische Untermalung und Gesang. Nun ist höchste Konzentration gefragt. Die Kinder meistern die Aufgabe mit Bravour. Kita-Leiter Florian Lehr von der katholischen Kita Kiehmling-Winkel in Bad Cannstatt, der mit einer Gruppe Vorschüler:innen dabei ist, sagt: „Einblicke in eine solche Institution zu bekommen ist außergewöhnlich. Ich freue mich, dass wir unseren Kindern im letzten Kita-Jahr dadurch ein besonderes Highlight bieten können.“

Zugänge zu unterschiedlichen Kunstformen

Sicherlich liefern die Kinder-Kunst-Tags-Besuche in nächster Zeit noch einigen Gesprächsstoff in den Kindertagesstätten. Vielleicht ergeben sich sogar Projekte, die daran anknüpfen. Außerdem tragen die Kinder ihre Erfahrungen in ihre Familien und regen dort eventuell dazu an, Angebote weiter zu nutzen. Stiftungsreferentin Meike Betz-Seelhammer sagt: „Der Kinder-Kunst-Tag eröffnet Kindern und Familien Zugänge zu Kunst- und Kulturorganisationen. Die Jungen und Mädchen lernen unterschiedliche Kunstformen kennen und erleben Kunstgenuss. Außerdem kann der Aktionstag dazu beitragen, dass Kinder neue künstlerische Ausdrucksmöglichkeiten für sich entdecken und weiterverfolgen.“

Namhafte Unterstützer des Aktionstags

Die baden-württembergische Ministerin für Kultus, Jugend und Sport Theresa Schopper übernimmt auch 2024 die Schirmherrschaft des Aktionstags.

Daneben befürwortet und unterstützt der Stuttgarter Erster Bürgermeister Dr. Fabian Mayer den Kinder-Kunst-Tag: „Kinder sind unser aller Zukunft. Als Kulturbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart finde ich es deshalb umso wichtiger, Kulturelle Bildung bereits im Kindesalter zu unterstützen und so Räume des Ausprobierens, des Staunens und des Wachsens zu schaffen. Der Kinder-Kunst-Tag trägt maßgeblich zur Stärkung des Interesses der jüngsten unserer Gesellschaft an Kunst und Kultur bei. Ich freue mich sehr, dass die element-i Bildungsstiftung dies auch in diesem Jahr wieder ermöglicht.“

Auch die Schüssler Escher Stiftung fördert und unterstützt die Initiative. Thomas Escher, Sohn der zwischenzeitlich verstorbenen Stiftungsgründerin und Stiftungsvorstand: „Der Kinder-Kunst-Tag soll ein besonderer Tag für Kinder werden und zur Neugier anregen, sowie Begeisterung wecken. Vor allem meiner Mutter war es sehr wichtig, dass Kinder mehr Verständnis für Kultur aufbauen und sie zu deren Entwicklung beitragen.“

 

Wir danken all unseren Partner:innen für die Beteiligung am 8. Kinder-Kunst-Tag!

Adolf Hölzel-Stiftung Stuttgart
ADTV Tanzschule Desweemèr Aulendorf
ADTV Tanzschule Desweemèr Biberach
ADTV Tanzschule Desweemèr Friedrichshafen
ADTV Tanzschule Desweemèr Ravensburg
ADTV Tanzschule Desweemèr Weingarten
Akademie für gesprochenes Wort Stuttgart
art94 Höchenschwand
Atelier tonvogel Eschach
Badische Landesbühne Bruchsal
Badisches Landesmuseum Karlsruhe
Ballettschule Lack Heidelberg
COMMUNITYartCENTERmannheim
Dance Vision Durlach e.V. Karlsruhe
Deutsch-Französisches Kulturinstitut Tübingen
Die Staatstheater Stuttgart
Domsingschule Stuttgart
Dreiländermuseum Lörrach
Gerhards Marionettentheater e.V. Schwäbisch Hall
Go Dance – Schule für klassischen und modernen Tanz Tübingen
Hobbyhimmel Stuttgart
Ifa Galerie Stuttgart
imagine Schauspielschule Karlsruhe
Institut für Kunst – PH Karlsruhe
JOiN – Junge Oper im Nord Stuttgart
Jukus Jugendkunstschule & Kreativwerkstatt Stuttgart
Junges Staatstheater in der INSEL Karlsruhe
Kindermuseum Junges Schloss Stuttgart
Kultur Am Kelterberg Vaihingen e.V.Stuttgart
Kultur aus der Scheune e.V. Mühlacker
Kultur99 Mannheim
Kulturbüro Friedrichshafen
Kunst- und Werkschule Schönaich (KWS)
Kunsthalle Göppingen
Kunstmuseum Ravensburg
Kunstmuseum Reutlingen
Kunstmuseum Stuttgart
Kunstschule Filderstadt
Kurpfälzisches Museum Heidelberg
Linden-Museum Stuttgart
Literaturmuseum der Moderne / Deutsches Literaturarchiv Marbach
marotte Theater Karlsruhe
Museum im Kleihues-Bau Kornwestheim
Museum Hegel-Haus Stuttgart
Musik-Insel Konstanz
Musikschule Odeum Kornwestheim
Naturkundemuseum Reutlingen
New York City Dance School Stuttgart
Stadtbibliothek Mannheim Zweigstelle Schönau
Stadtbibliothek Sindelfingen
Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen
Städtische Galerie Karlsruhe
Städtische Galerie Offenburg
städtische Museen Esslingen – J. F. Schreiber Museum
Städtische Museen Heilbronn – Museum im Deutschhof
Städtische Museen Konstanz | Rosgartenmuseum
Stadtmuseum Tübingen
STUTTGARTER HYMNUS-CHORKNABEN
SWR Symphonieorchester
Tanzschule No.10 Friedrichshafen
Tanzschule No.10 Überlingen
Tanzschule Tanzkraftwerk Stuttgart
Tanzwerk GbR Konstanz
Wessenberg-Galerie Konstanz
Württembergische Landesbühne Esslingen
Zeppelin Museum Friedrichshafen